WordPress: Autoupdate

Seit WordPress 5.5 ist das Backend im Bereich Plugins um die Funktion erweitert worden, die automatische Aktualisierung von Plugins für jedes Plugin individuell zu aktivieren. Was für Vor- und Nachteile diese Funktion mit sich bringt und ob man sie nutzen sollte oder besser nicht, klären wir in diesem Artikel.

Seit einiger Zeit gibt es in WordPress die neue Funktion, dass sich Plugins so einstellen lassen, dass sie automatisch aktualisiert werden – und das lässt sich auch noch für jedes einzelne Plugin individuell einstellen. Wie cool ist das denn?!

Nun, zum einen sei am Rande darauf hingewiesen, dass es diese Funktion genau genommen schon viele Jahre in WordPress gibt. Neu ist vielmehr, dass diese Funktion statt wie früher über die functions.php nun direkt im Backend genutzt werden kann. Zum anderen muss ich sagen, dass meine anfängliche Begeisterung sich mittlerweile sehr gelegt hat. Hier meine kritischen Anmerkungen zu der Funktion:

Design:

Die Spalte “Automatische Aktualisierungen” wirft hinter jedem Plugin den Eintrag “Automatische Aktualisierungen aktivieren” oder “Automatische Aktualisierungen deaktivieren” aus. Ein Endlossatz, der sich nur durch zwei Buchstaben unterscheidet. Geht’s noch unübersichtlicher? Warum nicht einfach ein grünes Häkchen und ein schwarzes Kreuz oder dergleichen? Über diese Umsetzung kann ich mich so richtig aufregen und kann es nicht begreifen. Vielleicht hätten die IT-Frickels doch besser noch einen Grafiker mit ins Boot geholt? 😛

Suchbild mit Quizfrage: Wie schnell findest du das Plugin, welches für die automatische Aktualisierung eingerichtet ist?

Funktion:

Genau wie das Systemupdate für WordPress werden auch die Plugin-Aktualisierungen zu einem willkürlich nächstmöglichen Zeitpunkt durchgeführt mit dem Ergebnis, dass Besucher plötzlich mit einer Fehlermeldung beglückt werden, wenn sie sich gerade zu diesem Zeitpunkt auf der Website befinden und Inhalte geladen werden sollen oder ein angemeldeter Besucher plötzlich rausgekickt wird.

Warum lassen sich die Updates nicht zeitsteuern? Die Aktualisierung fände dann bspw. um 3:30 Uhr morgens statt. Selbst meine erfolgreichsten Webseiten haben zu dem Zeitpunkt nur 1 oder 2 Besucher, wenn’s hochkommt. Dann ließe sich der kurze Ausfall der Seite vielleicht noch verschmerzen. Aber um 14 Uhr möchte ich keine Kundenseite automatisiert in den Wartunsmodus schicken. Fazit: Das geht gar nicht!

Grundsätzlich:

Grundsätzlich muss natürlich jeder für sich selbst entscheiden, ob er es wagen möchte, Plugins ungeprüft einem Aktualisierungsintervall anzuvertrauen. 70% meiner Plugin-Installationen bekämen diesen Freibrief ohnehin nicht. Auf 20% der Plugins lässt sich die Funktion gar nicht erst anwenden, da sie nur für Plugins funktioniert, die über WordPress.org eingebunden sind. Für einige unkritische Plugins wäre es dann vielleicht noch ganz interessant. Aber auch nur, wenn es sich wie oben erwähnt zeitlich steuern ließe.

Hinzu kommt, dass eine Aktualisierung immer die Gefahr birgt, dass das System im schlimmsten Fall zerschossen wird, weshalb es bei mir obligatorisch ist, dass Kundenseiten vor einem Update ein manuelles Backup A erhalten, danach einen Funktionstest und abschließend ein Backup B.

Fazit:

Nach kurzer Testphase verschwindet die Funktion bei mir wieder in der Versenkung und die Spalte mit dem grauenhaften Design wird standardmäßig ausgeblendet.

Wie seht ihr das? Stimmt ihr ganz oder teilweise zu oder habt ihr eine ganz andere Erfahrung dazu? Mich würde interessieren, wie die Autoupdate-Funktion für Plugins bei euch so ankommt…

André Morre

Selbstständiger Mediendesigner und Inhaber dieser Webseiten. Konzeption, Design, Webdesign, Text, Fotografie

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André Morre Grafik-Design, Besitzer: André Morre (Firmensitz: Deutschland), würde gerne mit externen Diensten personenbezogene Daten verarbeiten. Dies ist für die Nutzung der Website nicht notwendig, ermöglicht aber eine noch engere Interaktion mit Ihnen. Falls gewünscht, treffen Sie bitte eine Auswahl:
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