Firefox ist meistgenutzter Browser 2012

und warum jeder Browser besser ist als der Mircosoft Internet Explorer

  • blog-BrowserSpace-titel

Manchmal kann man als Deutscher ja richtig stolz sein auf die Deutschen. Nicht nur in der Energiepolitik führen sie in Europa, ja sogar weltweit, ein einsam fortschrittliches Denken bezogen auf atomare Energieversorgung, auch bei der Nutzung des „richtigen” Browsers haben sie eine gute Wahl getroffen.
Laut Statcounter kommt der Firefox im ersten Quartal 2012 in Deutschland auf einen Marktanteil von um die 50%! Aber auch bei unseren deutschsprachigen Nachbarn und Polen hat der FF 2012 klar die Nase vorn, während in anderen Ländern wie bspw. Dänemark noch immer Microsofts Internet Explorer regiert.

Marktanteil der Internet-Browser in Deutschland

Was man hingegen bei der grafischen Darstellung des Nutzerverhaltens sowohl global als auch europaweit deutlich ersehen kann, ist der regelmäßig zyklische Einbruch des IE zu Gunsten des Google-Browsers Chrome. Diese Einbrüche hat der IE dem Wochenende zu verdanken, denn dann sitzen die Nutzer vor ihren heimischen Computern und können selbst entscheiden, mit welchem Browser sie gerne ins Internet gehen möchten. Seinen Erfolg hat der IE damit also zu einem großen Teil den starren Vorgaben der Unternehmerwelt bzw. dessen Systemadministratoren zu verdanken, die den zu verwendenden Browser diktieren.

Marktanteil der Internet-Browser in Europa

Marktanteil der Internet-Browser weltweit

Global gesehen ist der größte Feind des Microsoft Internet Explorers aber längst nicht mehr, wie man annehmen könnte, Mozillas Firefox, sondern Googles Chrome. Dass Chrome in Deutschland sich nicht so gut behaupten kann, hat vermutlich seine Gründe darin, dass bei uns nicht nur die Atompolitik, sondern auch der Datenschutz ein heikles Thema ist und hierauf bezogen ein gewisses Misstrauen gegenüber Google vorherrscht, denen man ihr „don’t be evil” längst nicht mehr abnimmt. Dem entgegen spräche allerdings, dass Google als Suchmaschine die unangefochtene Nummer 1 der Deutschen ist.

Was nun aber eigentlich genau die Beweggründe der Deutschen sind und waren, sich über die letzten Jahre immer mehr dem IE abzuwenden, hat sich mir noch nicht ganz erschlossen. Einen großen Anteil dürfte wahrscheinlich einfach das positive Image ausmachen, dass der FF Browser hierzulande genießt. Wie dem auch sei, für jeden Webdesigner/-entwickler ist diese Entwicklung die wahre Freude. Denn der IE ist für uns Entwickler seit jeher eine technische Katastrophe. Der normale Nutzer kriegt in der Regel nicht mit, wie die Programmierer von Webseiten an den Fehldarstellungen und eingeschränkten Möglichkeiten des MS Internet Explorers verzweifeln und davon träumen, was für gestalterische und technische Möglichkeiten sich ihnen auftun würden, müssten sie auf den immensen Marktanteil des IEs keine Rücksicht mehr nehmen. Doch vielleicht liegt der Erfolg des FF ja doch auch ein bisschen darin begründet, dass die Nutzer mittlerweile bemerkt haben, dass viele Webseiten ohne den IE ein bisschen fehlerfreier arbeiten und etliche Seiten plötzlich irgendwie ein bisschen besser aussehen.

weiterführende Links:
Statcounter - weltweite Statisitken über die Internetnutzung

Titelbild: AéM

Kategorien

Autor:

André Morre ist selbstständiger Grafik-Designer seit 1997. Er ist Inhaber dieser Internetseiten sowie Gesellschafter von inztitut.de.

3 Comments

  1. Zappelphilipp

    Der Erfolg des IE fußt einzig und allein darauf, dass er standardmäßig mit dem Betriebssystem installiert ist. Ansonsten taugt er nicht viel. Ich bin schon lange ein Freund des Feuerfuches.

  2. Silversörfer

    Bei mir ist es auch so wie oben beschrieben. Auf der Arbeit MUSS ich den IE benutzen, Zuhause ziehe ich allerdings den Firefox vor inkl. ein paar schöner Add-ons, die ich nicht mehr missen möchte.

  3. Tja, es gibt aber tatsächlich Menschen, die den schrecklichen Internet Exploder aus voller Überzeugung freiwillig verwenden. Die Gründe dafür werde ich nie verstehen. Na ja, muss jeder selber wissen. Beschweren sich aber über Anzeigefehler, wenn zum Beispiel Google-Webfonts schlecht gerendert werden oder CSS-3-Eigenschaften nicht anzeigbar sind (Schatten, runde Ecken, …), der Webdesigner aber langsam keine Lust mehr hat, für den Gurkenbrowser Workaraounds zu basteln.

    Das BSI meldet aktuell (17. Sept. 2012) eine Schwachstelle:
    »Kritische Zero-Day-Schwachstelle im Internet Explorer«
    https://www.bsi.bund.de/ContentBSI/Presse/Pressemitteilungen/Presse2012/Internet%20Explorer%20Warnung%2017092012.html

Hinterlasse eine Antwort