Das Mahnverfahren: Ablaufplan und Mustervorlagen

Das Mahnverfahren

Ablaufplan für Gläubiger/Kläger:
Das Mahnverfahren vom Angebot bis zur Zwangsvollstreckung

Der Verlauf eines Mahnverfahrens ist ein langer und steiniger Weg, sofern sie nicht gerade schon zehn Mahnverfahren als Kläger hinter sich haben und wissen, wo der Hase lang läuft. Viele Schuldner sind nicht zum ersten Mal in der Schuldenfalle gelandet und wissen erst Recht, wo der Hase lang läuft. Vielleicht hat ihr säumiger Kunde bereits die dritte GmbH gegründet und steht nun abermals kurz vor der Insolvenz. Er weiß, dass viele Kläger schnell mit einem Mahnverfahren drohen, aber nur wenige es durchziehen, denn es gilt, bürokratische Hürden zu überwinden und Kosten vorzustrecken.

Wir können die Ämter und Gesetze nicht ändern. Doch um Ihnen den Ablauf eines Mahnverfahrens so einfach wie möglich zu machen, steht ihnen der nachfolgende Ablaufplan zur Verfügung. Er richtet sich in erster Linie an Personen, die noch nie ein Mahnverfahren durchgeführt haben oder bei denen es so lange her ist, dass man den ganzen Ablauf wieder vergessen hat.

Der Ablaufplan ist in 12 Punkten schnörkellos als Stichpunktliste aufgebaut, damit er praktisch und schnell erfassbar ist und Punkt für Punkt nachvollzogen werden kann. Manche Punkte besitzen ein Aufklappmenü Zusatzinfos. Ein Klick darauf gibt weitere Infos oder wertvolle Tipps zum jeweiligen Punkt, die für das schnelle Abarbeiten der Liste jedoch nicht erforderlich sind. Außerdem gibt es Verlinkungen zu den passenden Online-Formularen sowie Mustervorlagen und Mustertexte zum runterladen.

Los geht’s:

1. Angebot

  • Sie haben dem Kunden ein Angebot zukommen lassen
  • Der Kunde hat den Auftrag erteilt
  • beides fand idealerweise schriftlich per Post, Fax oder wenigstens E-Mail statt

2. Rechnung

  • Rechnung mit Nummer und Datum wurde versendet
  • Sie haben eine Leistung erbracht und diese berechnet.
  • Keine Pflicht, aber idealerweise gab es vorher ein Angebot, dass der Kunde vor Auftragsbeginn unterschrieben hat.

3. Zahlungserinnerung

  • ca. 2 Wochen vor Fristende
  • kann man machen, muss man aber nicht
  • bspw. einfach: Original Re nehmen mit Stempel: Zahlungserinnerung, Datum
  • per E-Mail, Fax oder Post möglich

 

Das Mahnverfahren beginnt

Das Mahnverfahren: Geldforderung

4. Mahnung

  1. Angabe von Re, Datum, Betrag, Fristsetzung von 7 Werktagen
  2. Aufforderung zur Rückmeldung, falls der Schuldner die Re/Mahn für nicht gerechtfertigt hält
  3. Text, dass der Schuldner die Re akzeptiert, sollte er sich nicht bis Frist dazu äußern
  4. Mahnung als persönliches Einschreiben versenden

Zusatzinfos

Ob sie nun streng nach ihren rechtlichen Möglichkeiten vorgehen, oder vielleicht doch besser den Kunden noch ein zweites oder gar drittes Mal mahnen oder ihn einfach anrufen und nachfragen, hängt natürlich individuell davon ab, wie sie den Kunden einschätzen und was für ein Verhältnis sie zu ihm haben. Einen guten und treuen Kunden werden sie sicherlich nicht so schnell den Gerichtsvollzieher auf den Hals hetzen wie einem Kunden, zu dem die Geschäftsbeziehung eigentlich schon längst im Eimer ist.

  • 1 Monat nach Re-Datum: Schriftliche Mahnung
  • Auch, wenn ein kürzeres Zahlungsziel in der Rechnung steht, gemahnt wird korrekt erst nach 1 Monat.
  • Das noch weit verbreitete dreistufige Mahnverfahren ist veraltet und muss nicht mehr angewandt werden!
  • unter Umständen ist es jetzt ratsam, den Säumigen persönlich zu kontaktieren!
  • Die Arbeit und Kosten kann man sich ggf. sparen, falls nachvollziehbare und „verzeihbare” Gründe vorliegen.
  • Belege wie Posteinlieferungsbeleg sowie Quittungen sogfältig aufbewahren!
  • 4.B bis 4.D sind optional. Ich empfehle das dringend aber es ist keine Pflicht.

5. Mahnungsfrist verstrichen

Ist die Frist verstrichen, so geht es rein rechtlich sofort weiter mit Punkt (6). Vielleicht lesen sie aber auch noch die:

Zusatzinfos

Erst ab jetzt wird es ernst! Nun muss man sich je nach Geschäftsbeziehung zum Säumigen und nach persönlicher Einschätzung entscheiden, ob ein Mahnverfahren durchgeführt werden sollte. Folgendes abwägen:

  1. Versäumnisgründe:
    War das Versäumnis überraschend? Dann ist möglicherweise ein persönliches Telefongespräch nun ratsam (falls nicht schon unter (4) geschehen), um zu klären, warum der Säumige nicht gezahlt hat.
  2. Liquiditätsprobleme / Insolvenzgefahr:
    Hat der Säumige Liquiditätsprobleme, so ist abzuwägen, ob es sinnvoller ist:
  1. eine Ratenzahlung zu vereinbaren oder
  2. das Mahnverfahren so schnell wie möglich durchzuführen, bevor der Säumige insolvent ist
  • Rechnungshöhe & Rechtsempfinden:
    die Rechnungshöhe ist ebenfalls ein Entscheidungskriterium. Es werden nun für den Kläger Mahnkosten von 170-200 € entstehen, die sie ggf. (bspw. bei Insolvenz) niemals wiedersehen. Ist es die Arbeit und die Vorauszahlungen wert? Oder geht es ums Prinzip, dass der Säumige damit nicht durchkommen darf? Dann steht fest: weitermachen mit Punkt (6).
  • Standort des Schuldners:
    Normalerweise müssen sie nicht persönlich irgendwo vorstellig werden. Stellt der Schuldner sich jedoch über das gesamte Mahnverfahren quer und es kommt zur Gerichtsverhandlung, so ist das zuständige Amtsgericht das des Schuldners. Ist der Standort des Schuldners also sehr weit weg, ist das mit einzuplanen. sie wären in dem Fall verpflichtet zu erscheinen oder einen Rechtsvertreter zu senden. Aber mehr dazu unter Punkt „10.2 Gerichtsverhandlung“

6. Antrag auf Erlass eines Mahnbescheids

Sie haben sich für einen umfangreichen bürokratischen Weg entschieden. Ab nun gilt es, alles genauestens zu dokumentieren. Der gesamte Geschäftsverlauf sollte nun in einem Ordner zusammengetragen werden. Alle Unterlagen von Punkt (1) bis hierhin. Über alle zukünftigen Abläufe empfiehlt es sich, in einer einfachen Textdatei Protokoll zu führen mit Datum, Thema, Ereignis, Name des Gesprächspartners (bei Telefonaten).

Denn sollte es tatsächlich so weit kommen, dass die Sache vor Gericht landet, können Sie den gesamten Verlauf schlüssig vorlegen. Dem Gericht wird das gefallen.
Außerdem können Sie nun alle für das Mahnverfahren notwendigen Auslagen, die Sie belegen könnnen, geltend machen sowie ab Zeitpunkt der Rechnungsstellung Verzugszinsen beanspruchen.

  1. Archivierung aller Belege
    • kompletter Schriftwechsel
    • alle Rechnungen/Quittungen
    • Liste mit allen Kostenaufstellungen mit Datum
  2. Mahnantrag online ausfüllen, als PDF speichern und an das AG ihres Bundeslandes (ergibt sich im Online Formular) versenden
  3. alternativ: Formular im Schreibwarenladen beschaffen > Quittung aufbewahren.
  4. Antrag an das Amtsgericht senden
    • online mit elektronischer Signatur möglich, oder Ausdruck per Post
    • Später zuständig ist das Amtsgericht des Schuldners (wie man das herausfindet ergibt sich aus Punkt 8C1) Der Antrag geht jedoch immer an das Amtsgericht des Bundeslandes, in dem sie den Antrag stellen (für NRW bspw.: AG Hagen).
    • Nicht vergessen auch ein Exemplar für den eigenen Ordner abzulegen.

Zusatzinfos

Wenn Sie ein Mahnverfahren durchführen, können Sie ab dem Tag der Rechnungsstellung für den Mahnbetrag Verzugszinsen fordern. Diese liegen für Verbrauchergeschäfte bei 5% über dem Basiszinssatz, bei Handelsgeschäften bei 8% über dem Basiszinssatz (Stand 2013-01). Die Zinsen zu berechnen ist gar nicht so einfach, aber zum Glück gibt es ja im Internet für alles eine Hilfe: Verzugszinsenrechner

Das Mahnverfahren: Antrag auf Erlass eines Vollstreckungsbescheids

7. Bestätigung vom Amtsgericht

schon eine Woche später sollte sich das Amtsgericht mit einer KOSTENFORDERUNG melden. Die Höhe ist abhängig von der Forderung. Bei einer Forderung von 1.000 € beträgt sie bspw. 27,50 € (Stand 2011)

  1. Kostenforderung unverzüglich bezahlen
  2. nach Geldeingang mahnt das Amtsgericht den Schuldner mit Frist von 2 Wochen
  3. Der Schuldner kann nun:
    1. bezahlen,
    2. Widerspruch einlegen, mit oder ohne Begründung,
    3. oder ignorieren
  4. Sie erhalten vom Amtsgericht eine Zustellnachricht
    darin ist auch festgesetzt, ab wann sie einen VB-Antrag einreichen können (2 Wochen).

8. Antrag auf Erlass eines Vollstreckungsbescheids

Der Beklagte hat nun entweder kalte Füße bekommen und gezahlt, dann geht es weiter bei 8.A
oder er hat überhaupt nicht reagiert, dann 8.B
oder er hat Widerspruch eingelegt, dann 8.C

  1. Der Beklagte hat gezahlt. Der Rechtsstreit wird beendet.
    • Darauf achten, dass auch die Zinsen und entstandenen Kosten beglichen wurden
    • Ggf. Gerichtskosten dem Beklagten gesondert in Rechnung stellen.
  2. Der Schuldner hat nicht bezahlt und keinen Widerspruch geleistet
    1. Nach Ablauf der Frist erhalten sie das Formular vom Amtsgericht (ihres Bundeslandes)
    2. VB-Antrag ausfüllen
    3. Geschäfts-Briefbogen, auf dem sie die Zwangsvollstreckung beantragen mit Angabe von:
      • Datum zu dem der Betrag noch nicht beglichen wurde
      • Betrag der Forderung
    4. Bestätigung vom Amtsgericht ca. 1 Woche später
  3. Widerspruch des Schuldners
    1. Der Schuldner kann mit oder ohne Begründung Widerspruch einlegen.
    2. Sie erhalten Nachricht vom AG (ihres Bundeslandes) mit Gerichtsgebühr
      (bei 1.000 € Forderungshöhe ca. 137,50 € (Stand 2011))
      In diesem Schreiben wird das zuständige AG (Amtsgericht) für den Klagefall aufgeführt!
    3. Gerichtsgebühr unverzüglich bezahlen
    4. Bestätigung nach Zahlungseingang vom AG (ihres Bundeslandes).
    5. Es folgt nun die Übergabe an das Prozessgericht = Amtsgericht des Schuldners

Das Mahnverfahren: Antrag auf Erlass eines Vollstreckungsbescheids

9. Klageschrift

Aufforderung zur Klageschrift

Zusatzinfos

Einige Zeit später meldet sich das Amtsgericht des Schuldners mit der Aufforderung binnen 2 Wochen eine Klageschrift einzureichen. Es obliegt nun Ihnen, ob sie sich zutrauen die Klageschrift aufzusetzen. Falls nicht, hilft Ihnen die Rechtsantragsstelle in Ihrem zust. Amtsgericht. Das kann inkl. Wartezeiten sehr Zeitaufwändig werden. Ich empfehle die Klageschrift selber zu formulieren. Halten sie sich an die hier vorliegende Vorlage und sie werden sehen, dass es eigentlich kein großes Ding ist.

  1. Klageschrift formulieren
    • kann man selber machen (Vorlage siehe unten)
    • oder beim heimischen Amtsgericht in der Rechtsantragstelle
  2. Klageschrift an das Amtsgericht des Schuldners senden
    (übernimmt Ihr Amtsgericht, wenn es über die Rechtsantragstelle lief)
  • Dreifache Ausfertigung! Die Klageschrift muss in dreifacher Ausfertigung verschickt werden. 1 x für das Gericht, 1 Kopie für das Gericht, 1 Kopie für den Schuldner. Nicht vergessen: 3 x unterschreiben!

10.1 Klageverfahren

  1. Es erfolgt ein »schriftliches Vorverfahren«. Der Schuldner kann nun wieder binnen 2 Wochen Frist Widerspruch einlegen.
  2. Bei erneutem Widerspruch geht die Sache vor Gericht. Weiter bei Punkt (10.2)
  3. ohne Widerspruch erfolgt ein vorläufiges Versäumnisurteil, welches auch der Beklagte erhält. Wurde die Zustellung quittiert, erhalten sie wenig später die »vollstreckbare Ausfertigung«; diese behält 30 Jahre Gültigkeit!
  4. wieder muss (angeblich) 2 Wo gewartet werden, dann können sie vollstrecken
  5. Kostenfestsetzungsantrag: Erstattung der Gerichtsgebühren
    da ohne Widerspruch das Klageverfahren für sie positiv ausgefallen ist, können sie außerdem einen Kostenfestsetzungs-Antrag stellen, mit dem sie Ihre Gerichtsgebühren erstattet bekommen:
  • Schriftstück frei verfasst mit Forderungsanspruch auf Gerichtskosten, oder besser noch: Formular von Justiz-Online NRW runterladen.
  • auch alle anderen Kosten können hier mit Belegen geltend gemacht werden: Porto, kostenpfl. Formulare

Ohne Widerspruch des Schuldners geht es also weiter bei Punkt 11.

10.2 Gerichtsverfahren

Der Schuldner hat Widerspruch eingelegt. Sofern dieser Widerspruch eine Begründung enthält, werden sie ggf. nun noch vom Prozessgericht aufgefordert, hierauf zu erwidern.

In dem Fall erhalten sie eine Kopie des Widerspruchs. Gehen sie diesen Punkt für Punkt durch und entkräften sie die dort aufgeführten Behauptungen mit Richtigstellungen, Belegen oder mit Verweis auf bereits früher eingereichte Belege.

Nun kann es noch eine ganze Weile dauern, aber schließlich werden sie vorgeladen werden. Da wir aber bis hierhin alles so schön richtig gemacht haben, wird das Gericht für sie Recht sprechen und sie erhalten: Die Vollstreckbare Ausfertigung eines Versäumnisurteils.

Zusatzinfos

Bedenken sie: Wenn es bis hierhin kommen musste, sieht es wahrscheinlich schlecht für sie aus (obwohl sie den Prozess gewonnen haben). Denn dass der Schuldner es auf den Prozess ankommen ließ, obwohl dieser für ihn doch ohne Aussicht auf Erfolg war, kann eigentlich nur einen Grund haben: Ihm steht das Wasser bis zum Hals und er ist wahrscheinlich zahlungsunfähig.

Das Mahnverfahren: Gerichtsverfahren zahlungsunfähig

 

 

 11. Vollstreckungsantrag

(Antrag auf Erlass eines Pfändungs- und Überweisungsbeschlusses)

Sie besitzen die vollstreckbare Ausfertigung des Versäumnisurteils und können hiermit einen Gerichtsvollzieher beauftragen, die Schuld einzutreiben

  1. den zuständigen GV (Gerichtsvollzieher) bei dem AG des Beklagten erfragen und diesen kontaktieren (Gerichtsvollzieher-Verteilerstelle des zust. AG)
  2. Der GV wird sie auffordern, ihn schriftlich zur Zwangsvollstreckung zu beauftragen:
    Anlage: Versäumnisurteil, vollstreckbare Ausführung im Original
  • Das Versäumnisurteil ist somit weg deshalb: Unbedingt kopieren/einscannen/fotografieren
  • Ggf. können Sie sich auch vorgefertigte Formulare zur Vollstreckung und Pfändung herunterladen. Diese sind allerdings sehr umfangreich und anstrengend auszufüllen. Wenn dem GV also ein einfacher Brief reicht, würde ich darauf verzichten. Link: Formular (Justiz Niedersachsen)
  • vorher kann es ratsam sein, sich über ein mögl. Insolvenzverfahren zu informieren
  • Kraft des vorh. Vollstreckungstitels kann man beim zust. Insolvenzgericht diese Information einholen
  • Internet: www.insolvenzbekanntmachung.de
  • Bei Insolvenz: es geht weiter zum Insolvernzverwalter
  • Grundsätzlich: Der GV weiß u.U. schon einiges über den Schuldner und kann einem Rat geben, welcher Schritt nun am sinnvollsten ist (Das gehört allerdings nicht zum Aufgabengebiet des GV. Wie behilflich er ihnen also ist, liegt einerseits an Ihnen und andererseits an Laune, Charakter und Belastung des GV)
  • Das Versäumnisurteil ist nun fort (Sie bekommen es später wieder)

12. Vollstreckung

Wenn Sie bis hierhin gekommen sind bzw. es bis hierhin kommen musste, hoffe ich, dass der Gerichtsvollzieher in Ihrem Sinne erfolgreich war und das Geld oder wenigstens einen Teil davon für Sie eintreiben konnte. Falls nicht, so können Sie es jederzeit wieder versuchen – in einem Jahr, in drei Jahren, in fünf… Ihr Titel bleibt bis zu 30 Jahre bestehen, wenn ich da richtig informiert bin.

Möglicherweise ist Ihr Schuldner aber auch in die Insolvenz gegangen. Auch das ist mir selbst schon passiert. In diesem Fall hatte ich die Sache aber dann zu den Akten gelegt, denn wenn sich bei dem Insolvenzverwalter Gläubiger inkl. Anwälten anstellen, die das Zehnfache Ihrer Forderungen offen haben und dann vielleicht auch noch ein Kreditinstitut sind, schätze ich die Chancen gering ein, hier noch etwas vom Kuchen abzubekommen. In dem Fall kann ich hier also nicht weiterhelfen. Im Prinzip verhält es sich aber so, dass der Insolvenzverwalter Sie anschreiben wird und Ihnen durch Papier- oder Online-Formulare die Möglichkeit geben wird, Ihre Forderungen darzulegen.

 

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Bildnachweis

Titelbild: Rainer Sturm · Artikelbilder: „Hand“ Ronald Leine · „zu verkaufen“ Daniel Werner · „Schulden“ Günter Albers · „Justitia“ Hans-Jörg Nisch

André Morre

Selbstständiger Grafik-Designer und Inhaber dieser Internetseiten.
Konzeption, Design, Webdesign, Text, Fotografie

25 Kommentare

  • Scholz

    Antworten 17. Februar 2017 21:39

    Sehr informative Seite, Vielen Dank!
    Ein kleiner Rechtschreibfehler hat sich am Anfang der Belehrung eingeschlichen: „Er ist ohne Gewehr“. Sie meinten sicher „Gewähr“.

    beste Grüße

  • Marcus

    Antworten 20. März 2017 14:24

    „Gewehr“ finde ich aber hier eigentlich auch ganz gut …

    Dies ist eine äußerst hilfreiche Zusammenstellung. Mir persönlich hat das Muster der Klageschrift besonders geholfen.
    Ich freue mich, dass es Menschen gibt, die auf diese Weise ihre Hilfsbereitschaft und ihr Miteinander zeigen.

    VIELEN DANK!!!!!

  • Birgit Kampen

    Antworten 31. März 2017 18:37

    Vielen Dank für diesen Ratgeber. Ich habe als Privatperson Geld geliehen und das ohne etwas schriftliches zu haben, einzig eine Mail in der die Ratenzahlung vereinbart und bestätigt wurde. Hoffe das reicht um zu meinem Recht zu kommen.

    Lieben Gruß Birgit Kampen

  • Bautiger

    Antworten 10. April 2017 16:11

    Vielen Dank für diese höchst informative Seite! Leider wird die Zahl der „nicht zahlungswilligen Kunden“ ständig größer und um sich bei der Beitreibung seiner Außenstände nicht zu verheddern war diese Seite sehr hilfreich für mich!

  • Müller, Thomas

    Antworten 15. April 2017 14:15

    Gut gestalteter Ratgeber, der mir hoffentlich bei meinem Rechtsstreit noch weiter helfen wird. Lediglich eine Kleinigkeit hab ich anzufügen. Beiden Punkten 6-8 wird immer von „Amtsgericht“ gesprochen. Hier müsste es jedoch m.E. richtig heissen „Mahngericht“. Könnte vieleicht zu Verwechselungen führen 😉

  • Thomas Jung

    Antworten 19. April 2017 16:47

    Hallo,

    sehr schöne Seite, war mir sehr hilfreich.

    Als Ergänzung:

    Laut Amtsgericht Bad Homburg muss seit 01.04.2016 ein Formblatt zur Beauftragung des Gerichtsvollziehers genutzt werden.

    Grüße

  • Martin

    Antworten 12. Mai 2017 11:33

    Vielen Dank für diesen Ratgeber. Sehr ausführlich und sehr hilfreich finde ich es!!
    Meiner gerichtlichen Mahnung, wurde von der Gegenseite widersprochen, ohne Begründung.
    Eine Klage (Punkt 9) wäre es, wenn kein gerichtliches Mahnverfahren vorher lief.
    Da aber dem Mahnverfahren, von dem Schuldner ohne Begründung widersprochen wurde, muss ich jetzt, laut Amtsgericht Ulm, eine Anspruchsbegründung darlegen in Form einer „Klageschrift“.
    Dies könnte noch in den Ratgeber hinzu gefügt werden.

  • Dankbarer

    Antworten 25. Mai 2017 16:52

    Vielen Dank für diese hervorragende Anleitung.

    Unklar bleibt mir nur, wo ich nach Widerspruch des Schuldners im Verfahren die mit dem Antrag auf Erlass eines Mahnbescheides bereits gezahlten Gebühren (hier 32,00 Euro) unterbringe?

    Schlage ich diese bereits der Forderung in der Klageschrift zu oder summiere ich diese erst am Ende des Verfahrens im Kostenfestsetzungsantrag gemeinsam mit den Gerichtskosten (von hier 73,00 Euro), die mit dem Antrag auf Durchführung des streitigen Verfahrens zu zahlen sind?

    Freundliche Grüße

      • Dankbarer

        Antworten 1. Oktober 2017 9:38

        Hallo,

        abschliessend möchte ich nochmals meinen Dank äußern und wie es sich gehört über den (erfolgreichen) Fortgang berichten.

        Nach Abgabe der Klageschrift erfolgte eine recht unsachliche und schlecht belegte Erwiderung des Beklagten, auf die ich dann in einer nochmaligen Stellungnahme detailliert eingegangen bin.

        Danach kan ein Schreiben des Amtsrichters, in dem er dem Beklagten nach erster Inaugenscheinnahme wärmstens riet, zur Vermeidung weiterer Kosten die Forderung bereits vor Eröffnung des Verfahrens anzuerkennen.

        Dies wurde dann vernünftiger Weise auch vomn Beklagten getan.

        Etwas unsicher war ich mir noch, wie ich denn nun an mein Geld kommen sollte.

        Letztlich habe ich das Urteil an die Gerichtsvollzieherstelle geschickt, mit der Bitte um Vollstreckung.

        Der strittige Betrag plus Zinsen und bereits von mir in der Klageschrift geltend gemachten Mahngebühren etc. wurde dann allerdings irgendwann vom Beklagten direkt auf mein Konto überwiesen.

        Die gezahlten Gerichtskosten wurden mir zeitnah vom Amtsgericht erstattet, so dass ich einen Kostenfestsetzungsantrag gar nicht stellen musste.

        Eine Art „Endabrechnung“ habe ich bisher allerdings von keiner Stelle bekommen.

        Nochmals ganz herzlichen Dank für diese exakte Anleitung dank derer ich mich getraut habe, mein erstes „do it yourself“-Verfahren in Angriff zu nehmen und ohne großen Anwaltsaufwand zu meinem Recht gekommen bin.

        Freundliche Grüße

  • Jens Grothe

    Antworten 2. Juni 2017 17:56

    Unheimlich hilfreicher Artikel. Hat mir sehr geholfen! Ganz vielen Dank dafür! Und weiter so.

  • Manfred F.

    Antworten 8. Juni 2017 18:07

    Bei mir geht es zwar „nur“ um 350 Euro, aber ich habe mich jetzt (auch aufgrund dieses Artikels) dazu entschlossen, das Mahnverfahren durchzuziehen.
    Vielen Dank für diese umfangreiche Anleitung!

    MfG Manfred

  • Roland Eichler

    Antworten 12. Juni 2017 13:26

    Vielen Dank für diesen klasse hilfreichen Artikel und die Muster – hat mir wirklich sehr weitergeholfen! Beide Daumen nach oben! VlG Roland Eichler

  • gmbh

    Antworten 29. Juni 2017 15:11

    Was mir noch fehlt wäre eine Erläuterung, wie man die Zinsen einer Forderung korrekt ermittelt, ab wann und wo man sie geltend machen kann und wie hoch sie sein dürfen.

    Ansonsten super Artikel! Vielen Dank!

  • Office Support

    Antworten 2. Juli 2017 9:15

    Vielen Dank für diese hilfreichen Auflistungen.
    Ich bin bei Punkt 10.2 angekommen. Schön wäre es wenn es dafür auch eine Vorlage geben würde.
    Viele Grüße aus Berlin
    MT

  • Steffen E.

    Antworten 21. Oktober 2017 15:53

    Vielen Dank für die Erläuterungen. Was mir fehlt ist ab Punkt 8 eine Fortführung der Erläuterungen aus Sicht der Schuldners. Daher möchte ich als vermeintlicher Schuldner auf diesem Wege ein paar Fragen stellen.

    Die strittige Forderung besteht seit Mai’17. Im Juli’17 habe ich dem gerichtlichen Mahnbescheid fristgerecht widersprochen (8C). Seit dem war Ruhe, bis ich vor 3 Wochen vom Mahngericht die Abgabenachricht an das örtlichen Prozessgericht erhalten habe(8C Pkt.5).

    Für mich wäre wichtig zu wissen ab die 2-Wochen Frist zur Klagebegründung des Kläger bereits läuft bzw. ob diese ggf. sogar schon überschritten ist und welche Konsequenzen sich dafür für mich bzw. den Kläger ergeben.

    Ich habe nämlich den Eindruck dass der Kläger nicht wirklich klagen will, seinen Ansprüche aber auch nicht aufgeben möchte. Ich dagegen möchte die Sache ein für alle Mal aus der Welt haben und scheue einen etwaigen Prozess nicht.

    Von daher wäre es für mich sehr wichtig zu wissen ob Möglichkeiten existieren die Sache als Gläubiger (beklagt bin ich offiziell noch nicht) zu einer Entscheidung zu bringen.

    Bei nun zuständigen örtlichen Prozessgericht muss etwas eingegangen sein. Eine Kopie der Klagebegründung ist bis dato nicht bei mir eingegangen. Wenn ich es recht verstanden habe müsste die Klagebegründung entweder innerhalb der nächsten paar Tage bei mir eingehen oder die Frist ist abgelaufen.

    Was aber nun tun, wenn keine Klagebegründung bei mir eingeht?

    Ich habe anderweitig gelesen, dass der Beklagte eine mündliche Verhandlung beantragen kann, um einen Prozess zu erzwingen. Ist das korrekt? Gibt es noch andere Mittel/Wege die Sache zu einem endgültigen Abschluß zu bringen?

  • recht-und-ordnung

    Antworten 30. Oktober 2017 21:19

    In Abwägung zum gerichtlichen Mahnverfahren wäre es zusätzlich hilfreich, auch kurz die drei Möglichkeiten der Abtretung an ein Inkasso-Unternehmen, ein negativer Schufa-Eintrag und die Meldung der Zahlungsunfähigkeit anzureißen.

    Da wir immer wieder Zahlungsausfälle haben, stellen wir parallal zur Buchhaltung einen Prozess für das Mahnwesen auf und sind beim gerichtlichen Mahnverfahren inzwischen bis zur Zustellung des Vollstreckungsbescheids (ohne Widerspruch) und bis zur Aufforderung der Klageschrift (nach Widerspruch und Zahlung der Gerichtsgebühr) gelangt. Auf den weiteren Verlauf sind wir gespannt.

    Diese Seite ist dabei eine ausführliche Hilfe mit einer wertvollen Kommentierungsfunktion. Herzlichen Dank!

  • Rainer Strumm

    Antworten 29. November 2017 22:53

    Dieses Jahr hatte ich 3 Mahnverfahren durchzuführen. Jedesmal gehe ich dann auf diese Seite, um mich wieder zu orientieren, was die nächsten Schritte sein müssen.
    Einfach gut gemacht! Vielen Dank dafür!!!

  • Engel

    Antworten 9. Januar 2018 19:23

    Guten Tag,
    vorab erst einmal ein großes Dankeschön für diesen Artikel. Ich finde es toll, wenn Menschen ihr Wissen und Ihre Erfahrungen im Web mitteilen und anderen Hilfestellungen geben, ohne daraus eigene Vorteile zu schöpfen!!!

    Dennoch eine kritische Frage: die Vorlagen sind teilweise schon recht alt. Eine von 2007 und die andere von 2011, obgleich dieser Artikel ja von 2017 ist. Frage: Sind die Vorlagen noch aktuell oder hat sich da vielleicht auch schon einiges geändert?

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